Same oder auch Rochenhaut:

Sie ist ein reines Naturprodukt und wird von einer Rochenart gewonnen die zur Speiseproduktion dient. Somit werden keine Tiere extra dafür getötet, die Rochenhaut ist so gesehen heutzutage ein Abfallprodukt.

Verwendung findet sie als Einlage oder Bezug von Schwertgriffen oder Schwertscheiden, als Wasabihobel in der japanischen Küche oder als grobes Schmirgelpapier im japansichen Holzhandwerk.

Rochenhaut kann man "natur", also nur getrocknet, "gesäubert und gebleicht" oder gefärbt und geschliffen sowie gegerbt bekommen.

Als Qualitätsmerkmal kann man die Perlen sehen, je deutlicher die Ausprägung und je dichter der Perlenbesatz ist um so hochwertiger ist sie. Aber das wohl am meisten geschätzte Stück der Rochenhaut ist die Mittelperle und die auslaufenden Perlen. Je deutlicher, größer und schöner geformt sie sind um so wertvoller ist die Haut.

Tsukaito oder auch Griffwicklungsband

Das Griffwicklungsband kann aus Baumwolle, Seide, Leder, Wildleder aber auch Ratan sein.

Perlmut

Perlmut fasziniert durch seine schillernde Oberfläche und unterschiedliche Farbgebung. Das aus Muschelschalen gewonnene Perlmut lässt sich hervorragend für Einlage- oder Intarsienarbeiten verwenden, hierfür nehme ich meist Paua*blaues Perlmut* und weißes Perlmut. Das zwar leicht spröde Material kann mechanisch sehr gut bearbeitet und seine Oberfläche auf Hochglanz poliert werden.

Horn

Tierisches Horn ist wie menschliche Nägel ein Keratinprodukt. Es lässt sich sehr gut mechanisch bearbeiten, polieren und besitzt eine brauchbare Härte. Am liebsten verwende ich gemasertes Wasserbüffelhorn, für manche Griffe aber auch Kuhhorn.

Holz

Ich verwende eigentlich 3 Holzsorten am meisten, das sind Magnolie, Ahorn und Rotbuche, da japanische Holzsorten leider in Deutschland sehr schwer in guter Qualität zu bekommen sind. Beide Hölzer besitzen lange Fasern und sind fast Gerbsäureifrei, das macht sie stabil und vorallem schädigen sie das Metall nicht. Die Rotbuche besitzt eine höhere Faserdichte, somit ist sie noch härter aber auch schwerer als die Magnolie.

Für Intarsien und Zierarbeiten greife ich aber auch gern zu Edelhölzern wie Schlangenholz, Pink Ivory, Olive, Cocobolo, oder Ebenholz.

Für eine Shirasaya*Montierung zur Aufbewahrung von Schwertklingen* eignet sich auch sehr gut durchgetrocknetes Lindenholz.

Bei Sayas die später nicht lackiert werden, ebenso wie Tsukas gibt Palisander ein schönes Farbspiel dass sehr gut mit dezenten Montierungen harmoniert.

Urushi

Urushi wird so manchem vielleicht von japanischen Lackgegenständen bekannt sein. Es handelt sich um ein Harz des Lackbaumes, ein Verwanter unseres Essigbaumes. Das flüssige Harz ist mit Vorsicht zu verarbeiten da in diesem Zustand es noch Urushiol enthält. Dieses Öl ist auch im Giftefeu enthalten und reizt Haut, Augen und Schleimhäute. Nachdem Urushi aufgetragen wurde wird das Werkstück in eine Klimakammer, großer Holzschrank mit Wasserverdampfer, wo der Lack unter kontrollierter Luftfeuchtigkeit und Temperatur polimerisiert. Durch diesen Prozess härtet Urushi aus, gibt eine Lebensmittelechte, sowie sehr resistente Oberfläche die zum Abschluß noch auf Hochglanz poliert wird.

Koralle

Koralle ist wie wohl jedem bekannt ein reines Produkt der Natur, gerade hier sollte man als allererstes darauf achten keine geschützen Arten zu verwenden, damit ihr sinkender Bestand nicht noch mehr gefährdet wird. Hauptsächlich verwende ich die rote Schaumkoralle, da sie eine interessante Maserung bietet, sich noch gut verarbeiten lässt ohne zu weich oder zu hart und spröde zu sein. Sie lässt sich mechanisch bearbeiten, polieren und verträgt sich gut mit anderen Materialien und der Haut. Nur bei zu starker Erwärmung verfärbt sie sich dunkel bis schwarz und ist somit zerstört.